Unsere Gebühren und Anpassungen

Erfolgreiches Trading bedeutet auch, die möglichen Gebühren und Anpassungen zu verstehen. Als verantwortungsvoller Trading-Anbieter legen wir großen Wert auf Klarheit und Transparenz in diesem Bereich.

Direkte Kosten

Spreads

Für jeden Markt werden zwei Preise gestellt: der Kaufpreis und der Verkaufspreis.

Der Spread ist die Differenz zwischen diesen beiden Preisen. Je enger der Spread, desto einfacher ist die Erzielung eines Gewinns.

Ähnlich wie ein Einzelhändler einen Aufschlag auf den Einkaufspreis beim Großhändler erhebt, dient der Spread dazu, dass sich Trading-Anbieter für die von ihnen erbrachten Dienstleistungen vergüten.

Variable Spreads

Variable Spreads können sich im Tagesverlauf verändern. Bei variablen Spreads quotieren wir Ihnen sowohl den minimal möglichen Spread als auch einen durchschnittlichen Spread auf Basis eines definierten historischen Zeitraums an.

Kommissionen (Aktien-CFDs)

Aktien sind die einzige Anlageklasse, bei der eine Kommission anfällt. Dabei handelt es sich um eine einmalige Gebühr, die beim Öffnen einer Position erhoben wird.

Die Kommissionen für Aktien-CFDs variieren je nach Markt. Für UK- und die meisten EU-Aktien beträgt die Kommission 0,08 % des Handelswerts. Für die meisten US-Aktien liegt sie bei 1,8 US-Cent pro Aktie, und für asiatische Aktien beginnt sie ab 0,08 %. Die Mindestkommission beträgt £10, $10, €10 oder 10 SGD.

Detaillierte Informationen zu den Kommissionssätzen für einzelne Aktien-CFDs finden Sie in den Marktinformationsblättern auf den Handelsplattformen.

Mögliche weitere Anpassungen

Rollovers und Finanzierungskosten

Wenn Sie eine Position über Nacht halten, fällt entweder eine Rollover-Gebühr (oder auch: Finanzierungsgebühr) an oder Sie erhalten eine entsprechende Gutschrift. Die Höhe dieser Gebühren kann sich täglich ändern und unterscheidet sich je nach Long- oder Short-Position.

Rollovers werden nur auf Positionen angewendet, die zum New York Marktschluss (17:00 Uhr ET) noch geöffnet sind.

Die Rollover-Gebühr wird auf Basis eines Swap-Satzes berechnet. Die Swap-Anpassung bildet die sogenannten Cost-of-Carry auf täglicher Basis ab. Für Intraday-Trades fallen keine Rollover-Gebühren an.

Der Swap-Satz ergibt sich aus der Zinsdifferenz zwischen den beiden gehandelten Währungen. Wir beziehen den Swap-Satz von führenden Finanzinstituten, die sie anhand verschiedener Faktoren wie Inflation und wichtiger technischer Indikatoren festlegen.

So werden Rollover-Sätze berechnet:

  • Long-Positionen – Gutschrift/Belastung = –1 × Positionsgröße × Swap-Punkte (in der Kurswährung)
  • Short-Positionen – Belastung/Gutschrift = Positionsgröße × Swap-Punkte (in der Kurswährung)

Beispiel

Die Swap-Sätze für EUR/USD betragen 0,817 / 1,28, und Sie halten eine Long-Position in Höhe von 10.000 €.

Wenn Sie diese Position über Nacht halten, fällt eine Rollover-Gebühr von 1,28 USD an.

Bei einer Short-Position würden Sie hingegen eine Gutschrift von 0,82 USD erhalten.

Die entsprechenden Beträge werden anschließend in Ihre Basiswährung umgerechnet.


Finanzierungssätze für andere Märkte

Wie werden Finanzierungssätze berechnet?

Finanzierungskosten für Positionen, die zum Marktschluss offen gehalten werden, werden anhand der folgenden Formeln berechnet:

Short-Positionen F = V × I / b
Long-Positionen F = V × I / b

Dabei gilt:

  • F = tägliche Finanzierungsgebühr
  • V = Positionswert (Menge × Schlusskurs zum Tagesende)
  • I = anwendbarer Finanzierungssatz
  • b = Tagesbasis der jeweiligen Währung (365 Tage für GBP, HKD und AUD, 360 Tage für alle anderen Währungen) 

Die tägliche Finanzierungsgebühr wird für jeden Tag, an dem eine Position offen gehalten wird, Ihrem Konto belastet oder gutgeschrieben – einschließlich Wochenenden. Die Finanzierungssätze basieren auf dem jeweiligen regionalen Referenzzinssatz, zuzüglich bzw. abzüglich 2,5 %.

Beispiel: 
Angenommen, Sie halten eine Long-Position im Wert von 10 € auf den UK 100 und lassen diese Position über Nacht offen. Der UK 100 schließt bei 6.500.

Der LIBOR-Satz für diesen Tag beträgt 0,33 %.

Formel:
F = V × I / b

Berechnung:
V
= 10 (Positionsgröße) × 6.500 (Schlusskurs zum Tagesende) = 65.000
I = 0,33 % + 2,5 % = 2,88 %
V × I = 65.000 × 2,88 % = 1.872
F = 1.872 / 365 = 5,12 € (tägliche Finanzierungskosten, die von Ihnen zu zahlen sind)

Finanzierung bei Hedge-Trades

Wenn Sie Hedge-Trades über Nacht offen halten, fallen Finanzierungskosten auf beide Seiten der Position an.

 

Dividendenanpassungen

Beim Handel mit unseren Aktien-CFDs erhalten Sie keine Dividenden, da Sie die zugrunde liegende Aktie nicht tatsächlich besitzen. Stattdessen erfolgt eine Dividendenanpassung.

Der Hintergrund ist folgender: Zahlt ein Unternehmen eine Dividende aus, sinkt der Aktienkurs am Ex-Dividenden-Tag in der Regel leicht. Der Grund dafür ist, dass Kapital aus dem Unternehmen an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Bei FOREX.com gleichen wir diesen Kursabschlag durch eine entsprechende Dividendenanpassung aus.

Die Dividendenanpassung erfolgt zum Geschäftsschluss am Tag vor dem Ex-Dividenden-Datum:

  • Long-Positionen werden gutgeschrieben
  • Short-Positionen werden belastet

Anschließend eröffnet der Markt – unter sonst gleichen Bedingungen – am Ex-Dividenden-Tag um den Dividendenbetrag niedriger.

Dadurch hat die Dividende keinen Einfluss auf Ihre Position oder auf Ihren Gewinn bzw. Verlust.

Inaktivitätsgebühren

Wir erheben eine Inaktivitätsgebühr von 15 € pro Monat (oder den entsprechenden Betrag in einer anderen Währung), wenn über einen Zeitraum von 12 Monaten oder länger keine Handelsaktivität stattfindet und keine offenen Positionen bestehen.

Die Gebühren werden wie folgt erhoben:

Als „Aktivität“ gilt in diesem Zusammenhang das Platzieren eines Trades und/oder das Halten einer offenen Position innerhalb des genannten Zeitraums. Das bloße Platzieren einer Order ohne Ausführung gilt nicht als Aktivität.

War Ihr Konto über einen Zeitraum von mehr als 3 Jahren (Privatkunden) bzw. mehr als 1 Jahr (professionelle Kunden) inaktiv, müssen wir Ihre Handelserfahrung erneut prüfen und sicherstellen, dass uns Ihre aktuellen Kontaktdaten vorliegen.

In diesem Fall bitten wir Sie, unser Formular zur Reaktivierung des Kontos auszufüllen. Ein Mitglied unseres Support-Teams wird sich anschließend mit Ihnen in Verbindung setzen, um Sie darüber zu informieren, ob weitere Angaben erforderlich sind oder ob Ihr Konto bzw. Ihre Konten reaktiviert wurden.

Garantierter Stop-Loss

Ein Garantierter Stop-Loss (Guaranteed Stop Loss Order, GSLO) ist eine Order, die Ihre Position exakt auf dem von Ihnen festgelegten Kursniveau schließt – unabhängig davon, ob es zu Kurslücken (Gaps) kommt. Ein regulärer Stop-Loss bietet diesen Schutz nicht immer, insbesondere in Phasen hoher Volatilität, in denen Märkte zwischen zwei Kursen „springen“, ohne dazwischen zu handeln.

Bei FOREX.com können Sie einen garantierten Stop-Loss auf eine große Auswahl von über 12.000 Märkten setzen. Eine Prämie für den zusätzlichen Schutz fällt nur dann an, wenn der GSLO ausgelöst wird.

Wie platziere ich eine Garantierten Stop-Loss Order?

Sie können einen GSLO direkt beim Öffnen einer Position platzieren – online oder telefonisch. Darüber hinaus lässt sich ein garantierter Stop-Loss auch zu einer bestehenden Position hinzufügen, sofern dies innerhalb der Handelszeiten erfolgt.

Für Orders, die über die Trading-Plattform platziert werden, müssen Sie das Feld „garantiert“ neben dem Stop-Loss-Wert aktivieren.

Eine Prämie wird nur berechnet, wenn Ihr GSLO tatsächlich ausgelöst wird. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre GSLOs innerhalb der Marktzeiten kostenlos platzieren, ändern oder anpassen können. Es gelten Mindestabstände, die im jeweiligen Orderticket angezeigt werden.

Back to Base

Bei CFD-Handelskonten wird der Gewinn oder Verlust (P&L) einer Position in der Währung des gehandelten Instruments ausgewiesen.

So kann es beispielsweise sein, dass GBP Ihre Kontowährung ist, der Gewinn oder Verlust aus einem Trade auf den Wall Street jedoch in USD anfällt. Wenn Sie internationale Instrumente handeln, können sich daher Guthaben in mehreren Währungen ergeben.

Bei FOREX.com gibt es hierfür den Prozess „Back to Base“. Dabei werden realisierte Gewinne und Verluste, Anpassungen, Gebühren und Kosten, die in einer anderen Währung als Ihrer Kontowährung anfallen, automatisch in die Kontowährung umgerechnet.

Für diese Umrechnungen wenden wir marktübliche Wechselkurse an. Diese können gelegentlich bis zu ±1,0% von unseren jeweils gestellten Kursen oder Referenzsätzen abweichen. Die vorgenommenen Umrechnungen sowie die angewendeten Kurse werden transparent in Ihren Abrechnungen und Kontoauszügen ausgewiesen.

Leihkosten

Leihkosten fallen an, wenn Sie eine Short-Position in einem Aktien-CFD eingehen. Sie spiegeln die Kosten wider, die im zugrunde liegenden Markt entstehen, wenn der Basiswert geliehen wird, um ihn zu verkaufen und zu einem späteren Zeitpunkt zurückzugeben.

Nur wenige Märkte unterliegen solchen Leihkosten. Ob für den Markt, den Sie handeln möchten, Leihkosten anfallen, können Sie dem jeweiligen Marktinformationsblatt entnehmen oder sich direkt an uns wenden, um weitere Details zu erhalten.

Basisanpassung bei Rohstoffen

Beim Handel mit Spot-Rohstoffmärkten erfolgt täglich eine Anpassung des Marktpreises. Ihr Konto wird entsprechend in Form einer Gutschrift oder Belastung angepasst, um diese Preisänderung auszugleichen.

Zur Preisstellung dieser Kontrakte ohne Verfall (non-expiring contracts) verwenden wir zwei ausreichend liquide Futures-Kontrakte auf den zugrunde liegenden Rohstoff. In der Regel handelt es sich dabei um die beiden Kontrakte mit dem nächstgelegenen Verfallsdatum.

Der Kontrakt mit dem nächstliegenden Verfall wird als Front-Month-Kontrakt bezeichnet, der Kontrakt mit dem darauffolgenden Verfallsdatum als Far-Month-Kontrakt.

Während der Laufzeit des Front-Month-Kontrakts bewegt sich der Preis des Spot-Rohstoffmarktes schrittweise vom Preis des Front-Month- hin zum Preis des Far-Month-Kontrakts.

Beispielsweise gilt: Ist der Front-Month-Kontrakt Markt „A“ und der Far-Month-Kontrakt Markt „B“, so bewegt sich der Marktpreis zunehmend von „A“ in Richtung „B“, je näher das Verfallsdatum von „A“ rückt.
Der Preis von Markt „B“ kann – je nach Rohstoff – höher oder niedriger sein als der von Markt „A“.

Die täglichen Anpassungen bei Spot-Rohstoffmärkten spiegeln jeweils einen Tagesfortschritt dieser Preisbewegung von „A“ nach „B“ wider.

Wird der Spot-Rohstoffkontrakt beispielsweise um +2 Punkte angepasst, werden bei Long-Positionen 2 × Einsatz belastet, während bei Short-Positionen 2 × Einsatz gutgeschrieben werden.

Sollten der nahe, der entfernte oder beide Kontrakte nicht mehr für den Handel geeignet sein, können wir zur Preisstellung auch weiter entfernte Kontraktmonate heranziehen.

 

Negativsaldoschutz

Der Negativsaldoschutz gilt ausschließlich für Privatkunden und stellt sicher, dass Ihr Kontostand nicht unter null fallen kann.

Sollte Ihr Kontostand dennoch einmal ins Minus geraten, wird Ihr Konto so schnell wie möglich wieder auf null zurückgesetzt.

Margin-Close-out/Glattstellung

Erreicht oder unterschreitet Ihr Margin-Level das Margin-Close-out-Level (MCO), sind wir verpflichtet, eine oder mehrere Ihrer offenen Positionen so schnell wie möglich glattzustellen. Dies dient dazu, Sie vor möglichen weiteren Verlusten zu schützen.

Wir empfehlen dringend, Ihr Margin-Level regelmäßig zu überwachen, weil Sie nicht davon ausgehen sollten, vor der Glattstellung eine Margin-Call-Benachrichtigung oder Warnung zu erhalten. Der Margin-Level-Indikator auf der Handelsplattform erleichtert die laufende Überwachung.

Der Margin-Level-Indikator berechnet sich wie folgt:
Netto-Eigenkapital Ihres Kontos ÷ gesamte Margin-Anforderung × 100

Um Ihr Margin-Level zu verbessern, können Sie eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • Einzahlung von zusätzlichem Kapital
  • Schließen oder teilweises Schließen von Positionen
  • Hinzufügen eines orderabhängigen Stop-Loss (nur für professionelle Kunden)

Bitte beachten Sie, dass es in Phasen hoher Marktvolatilität zu Kurslücken (Gaps) kommen kann. Dies kann sich auf die Kurse auswirken, zu denen Ihre Positionen glattgestellt werden.

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Kerzenhintergrund

FAQ zu Kosten und Gebühren

Was ist die „Back to Base“-Währungsumrechnung?

„Back to Base“ wandelt automatisch realisierte Gewinne und Verluste, Anpassungen, Gebühren und Kosten, die in einer anderen Währung als Ihrer Kontowährung anfallen, in die Kontowährung Ihres Kontos um, bevor sie Ihrem Konto belastet oder gutgeschrieben werden.

Bei der Anwendung von Back to Base verwenden wir marktübliche Wechselkurse, die gelegentlich bis zu ±1,0% von unseren jeweils gestellten Kursen oder Referenzsätzen abweichen können.

Alle Umrechnungen sowie die angewendeten Kurse werden transparent in Ihren Abrechnungen und Kontoauszügen ausgewiesen.

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Was ist eine Finanzierungsgebühr?

Eine Finanzierungsgebühr, auch als Rollover bezeichnet, fällt an, wenn Sie eine Position über Nacht offen halten. Die tägliche Finanzierungsgebühr wird Ihrem Konto automatisch für jeden Tag, an dem eine Position offen ist, belastet oder gutgeschrieben – einschließlich Wochenenden.

Halten Sie eine Position über Nacht, erfolgt eine entsprechende Übernacht-Finanzierungsanpassung.

Für FX-Währungspaare berechnen wir diese tägliche Übernacht-Finanzierung anhand von Swap-Punkten.

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