EUR/USD- und Gold-Ausblick: Zwei Trades im Fokus

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EUR/USD steigt, da fallende Ölpreise schwache deutsche Einzelhandelsdaten ausgleichen

Der Euro legt gegenüber dem US-Dollar zu und erholt sich von seinem Tief für das Jahr 2026. Unterstützt wird die Bewegung durch eine verbesserte Risikostimmung, nachdem die Ölpreise von ihren jüngsten Höchstständen zurückgekommen sind.

Zusätzlich profitieren die Märkte von einer Erholung der Technologiewerte, was die negativen Auswirkungen schwächer als erwarteter deutscher Konjunkturdaten teilweise kompensiert.

Die deutschen Einzelhandelsumsätze fielen im September um 2,0 % gegenüber dem Vormonat, nachdem sie im August noch um 1,2 % gestiegen waren. Erwartet worden war ein Anstieg von 0,4 %.

Trotzdem wird diese Enttäuschung aktuell durch die sinkenden Ölpreise überlagert, die Befürchtungen einer stagflationären Entwicklung infolge hoher Energiekosten etwas abschwächen.

Der Ölpreis verliert am Montag mehr als 2 % und notiert im Bereich von 110 US-Dollar pro Barrel, während katarische Vermittler ihre Gespräche im Iran fortsetzen, um die Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran wiederzubeleben.

Gleichzeitig gerät der US-Dollar unter Druck, da sich die Aufmerksamkeit auf die morgigen US-Zwischenwahlen richtet.

Eine aktuelle Umfrage deutet auf einen Sieg der Demokraten im Kongress hin. Die Unzufriedenheit vieler Wähler über die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die hohen Benzinpreise spielt dabei eine wichtige Rolle.

Der Senat gilt weiterhin als deutlich umkämpfter.

Ein klarer Sieg der Demokraten könnte zusätzliche Belastungen für Projekte im Bereich Rechenzentren und KI-Infrastruktur mit sich bringen, da der politische Widerstand gegen diese Vorhaben zuletzt zugenommen hat.

Neben den Wahlen richtet sich der Blick auf eine datenreiche Woche.

Heute stehen die ISM-Daten für das verarbeitende Gewerbe in den USA an. Am Mittwoch folgen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor, bevor am Freitag der vielbeachtete Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) veröffentlicht wird.

In der Eurozone werden heute die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Am Dienstag folgen die Dienstleistungsdaten sowie im weiteren Wochenverlauf die Inflationszahlen.

EUR/USD-Prognose – Technische Analyse

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EUR/USD fand Unterstützung knapp oberhalb der Marke von 1,11 und konnte sich anschließend erholen.

Der Kurs stieg über die fallende Trendlinie sowie über 1,12, wodurch sich das kurzfristige Bild deutlich stabilisiert hat.

Sollte das bullische Momentum anhalten, richtet sich der Fokus auf einen Ausbruch über 1,1240.

Darüber folgen die Marken bei 1,13 sowie der 50-EMA bei 1,1325.

Ein Anstieg über diese Zone würde das technische Bild deutlich konstruktiver erscheinen lassen.

Auf der Unterseite müssten die Verkäufer zunächst die Unterstützung bei 1,1150 sowie die Marke von 1,11 durchbrechen, um ein neues tieferes Tief zu erzeugen.

Gold erholt sich nach dem schwächsten Oktober seit 18 Jahren

Gold legt am Montag zu, da Schnäppchenjäger nach dem schwächsten Oktober seit 2008 in den Markt zurückkehren.

Zusätzlich sorgt der Rückgang der Ölpreise für etwas Entspannung bei den Inflationssorgen.

Zum Zeitpunkt der Analyse notiert Gold im Bereich von 3.900 US-Dollar.

Gemessen am Rückgang von rund 6 % im Oktober handelt es sich bislang jedoch nur um eine begrenzte Gegenbewegung.

Vom Rekordschlussstand bei 5.420 US-Dollar am 28. Januar notiert Gold inzwischen etwa 28 % tiefer.

Belastet wurde der Goldpreis zuletzt durch die Erwartung, dass die Zinsen länger hoch bleiben könnten.

Sowohl die US-Kern-PCE-Inflation von 3,1 % als auch die stärker als erwarteten BIP-Daten verstärkten diese Einschätzung.

Die Kombination aus robusten Wirtschaftsdaten und einem Ölpreisanstieg von rund 14 % im Oktober erhöht den Druck auf die Federal Reserve, ihre Geldpolitik weiter zu straffen.

Dies belastet Gold, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft.

Die Fed beließ die Zinsen in der vergangenen Woche zwar unverändert, verwies jedoch ausdrücklich auf die fortbestehenden Inflationsrisiken und hielt damit die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember offen.

Zusätzlich sorgte der massive Ausverkauf bei Technologiewerten in der vergangenen Woche dafür, dass manche Investoren Edelmetallpositionen verkauften, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen.

Normalerweise profitieren sichere Häfen wie Gold von Kursverlusten an den Aktienmärkten. Diesmal führte die Stärke der Marktbewegung jedoch teilweise zu Liquidationen auch im Edelmetallsektor.

Am Montag erhält Gold Unterstützung durch die fallenden Ölpreise.

Nachdem Iran und Katar am Sonntag ihren dritten Verhandlungstag absolvierten und Präsident Trump der Diplomatie zusätzliche Zeit einräumte, setzen die Ölpreise ihre Korrektur fort.

Niedrigere Ölpreise bedeuten geringeren Inflationsdruck und könnten Gold helfen, sofern dadurch der Druck auf die Fed etwas nachlässt.

Dennoch bleibt die Woche richtungsentscheidend.

Neben den US-Zwischenwahlen am Dienstag wird insbesondere der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag genau beobachtet.

Starke Beschäftigungsdaten könnten die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen erneut steigen lassen und damit den Druck auf Gold erhöhen.

Gold-Prognose – Technische Analyse

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Gold handelt weiterhin unter seiner fallenden Trendlinie sowie unter dem 50-EMA und dem 200-EMA, wodurch das technische Bild klar bärisch bleibt.

Der Kurs fiel zuletzt auf ein neues Jahrestief 2026 bei 3.870 US-Dollar und konnte sich anschließend wieder in Richtung 3.900 US-Dollar erholen.

Der RSI befindet sich dabei weiterhin außerhalb des überverkauften Bereichs.

Für eine nachhaltigere Erholung müsste Gold zunächst die Marke von 3.960 US-Dollar überwinden, welche dem Tief vom Juni entspricht.

Darüber folgen die fallende Trendlinie sowie der horizontale Widerstand bei 4.100 US-Dollar.

Ein Ausbruch über diese Zone würde anschließend Raum in Richtung 4.200 US-Dollar, den 50-EMA sowie weitere horizontale Widerstände schaffen.

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