Wöchentlicher Aktienausblick: Nike, Micron Technology und Carnival

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Nike Earnings Preview

Nike veröffentlicht am 1. Oktober seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal.

Für den Sportartikelhersteller wird ein Gewinn je Aktie von 0,44 US-Dollar erwartet, rund 10 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz soll um etwa 2,6 % auf 11,35 Mrd. US-Dollar zurückgehen. Die Aktie notiert derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 2014.

Ein besonderer Fokus liegt auf Nordamerika. Dort stieg der Großhandelsumsatz im Geschäftsjahr 2026 um 14 %, während der Gesamtumsatz stagnierte. Diese Diskrepanz könnte darauf hindeuten, dass Einzelhändler mehr Produkte abnehmen, als letztlich von Verbrauchern gekauft werden.

Auch China muss wieder stärker zum Wachstum beitragen. Die Umsätze in Greater China gingen im vierten Quartal währungsbereinigt um 17 % zurück. Die Reduzierung der Online-Verkäufe über Partner dürfte zudem bis ins zweite Quartal für zusätzlichen Preisdruck durch Rabattaktionen sorgen. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb intensiv.

Angesichts des schwachen Umsatzwachstums hängen Nikes Ergebnisse und Ausblick zunehmend von einer Verbesserung der Bruttomarge und einer konsequenten Kostenkontrolle ab. Sollten diese Maßnahmen nicht wie geplant greifen, könnte dies zusätzlichen Druck auf die Ergebnisse ausüben.

Auch im gesamten Sektor gab es zuletzt mehrere negative Signale. Lululemon Athletica senkte Anfang des Monats aufgrund des veränderten Marktumfelds seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Under Armour reduzierte aufgrund der schwachen Nachfrage in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum ebenfalls seinen Umsatzausblick für das Gesamtjahr. Der Schweizer Sportartikelhersteller On Holding stellte unterdessen neue mittelfristige Finanzziele vor und bestätigte seinen Ausblick für 2026.

Auch unter Analysten wächst die Skepsis gegenüber den kurzfristigen Aussichten von Nike. Seit Anfang August haben fünf Analysten die Aktie herabgestuft und mehrere Kursziele wurden gesenkt. Von 44 Analysten, die die Aktie beobachten, haben 26 weiterhin eine Hold-Einstufung.

Die Nike-Aktie steht entsprechend unter Druck: Seit Jahresbeginn hat sie 44 % verloren, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum um 12 % gestiegen ist.

So könnten sich die NKE-Zahlen auf die Aktie auswirken

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Die Nike-Aktie ist auf 35 US-Dollar gefallen und notiert damit auf einem Niveau, das zuletzt 2014 erreicht wurde. Im Wochenchart liegt der Kurs unter der fallenden Trendlinie. Auch der 50- und der 200-Tage-EMA zeichnen weiterhin ein bärisches Bild.

Auf der Unterseite könnten die Verkäufer versuchen, den Abwärtstrend bis zur nächsten wichtigen Marke bei 30 US-Dollar fortzusetzen.

Auf der Oberseite müssten die Käufer zunächst den 50-Tage-EMA und den Widerstand an der fallenden Trendlinie bei 51 US-Dollar zurückerobern. Dort liegt auch das Tief vom April 2025. Ein Anstieg über diese Marke könnte den Weg in Richtung des Jahreshochs 2026 bei 68 US-Dollar öffnen.

Erst ein Anstieg über das Hoch von 2025 würde ein höheres Hoch markieren und damit die bisherige Chartstruktur verändern.

Micron Technology Earnings Preview

Micron veröffentlicht am 30. September nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal 2026.

Nach der Veröffentlichung der Q3-Zahlen legte die Aktie um 15 % zu, nachdem das positive Marktumfeld für starkes Wachstum gesorgt hatte.

Auch im vierten Quartal dürfte Micron von der anhaltenden Stärke seines Rechenzentrumsgeschäfts profitieren. Gleichzeitig sollten höhere durchschnittliche Verkaufspreise die Margen und das Gewinnwachstum unterstützen und damit der Aktie weiteren Rückenwind geben.

Die Nachfrage nach Speicherprodukten übersteigt weiterhin das Angebot. Diese Entwicklung dürfte kurzfristig für ein günstiges Preisumfeld sorgen.

Microns Rechenzentrumsumsatz überstieg im dritten Geschäftsquartal 25 Mrd. US-Dollar, was auf annualisierter Basis mehr als 100 Mrd. US-Dollar entspricht. Die Dynamik in diesem Bereich dürfte sich im vierten Quartal und darüber hinaus fortsetzen, da der KI-Boom das Wachstum von Rechenzentren weiter antreibt.

Im dritten Quartal erzielte Micron einen Umsatz von 41,5 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 74 % gegenüber dem Vorquartal und 346 % gegenüber dem Vorjahr. Für das vierte Quartal wird ein Umsatz von rund 50 Mrd. US-Dollar erwartet, was einem weiteren Anstieg von etwa 20 % gegenüber dem Vorquartal entsprechen würde.

KI bleibt für den Ausblick entscheidend. Der rasante Ausbau der KI-Rechenleistung erhöht die Nachfrage nach leistungsstarken Speicherlösungen für Rechenzentren. Gleichzeitig konnte das Angebot mit der Nachfrage bislang nicht Schritt halten. Dadurch können Speicherhersteller höhere Preise durchsetzen und ihre Margen steigern.

Micron erwartet für das vierte Quartal eine Bruttomarge von 86 %, nach 84,9 % im dritten Quartal. Eine weitere Margenverbesserung wird erwartet, auch wenn sich der Anstieg der Speicherpreise verlangsamen sollte.Top of Form

So könnten sich die MU-Zahlen auf die Aktie auswirken

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Nachdem die Micron-Aktie im Juni dieses Jahres ein Rekordhoch bei 1.255 erreicht hatte, fiel der Kurs bis auf 737 zurück. Seitdem hat sich die Aktie stetig erholt, den 50-Tage-EMA zurückerobert und ist bis auf aktuell rund 1.080 gestiegen.

Unterstützt durch das positive Momentum könnten die Käufer nun einen weiteren Anstieg in Richtung 1.240 und damit zurück zum Rekordhoch anstreben.

Auf der Unterseite liegt die nächste Unterstützung am 50-Tage-EMA bei 960, gefolgt vom September-Tief bei 905. Ein Bruch unter diese Marke könnte den Blick wieder auf 730 richten, wo das Juli-Tief und der 200-Tage-EMA liegen.

Carnival Q3 Earnings Preview

Carnival, gemessen an Passagierkapazität und Flottengröße das größte Kreuzfahrtunternehmen der Welt, veröffentlicht am 29. September seine Ergebnisse für das dritte Quartal.

Erwartet wird ein Gewinn je Aktie von 1,36 US-Dollar, was einem Rückgang von 4,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Die Quartalszahlen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem externe Faktoren das operative Geschäft von Carnival zunehmend belasten. Der Konflikt im Nahen Osten hat nicht nur zu Änderungen bei Mittelmeer-Routen geführt, sondern auch die Ölpreise nach oben getrieben.

Seit März sind die Ölpreise aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten deutlich gestiegen. Analysten von Jefferies erwarten, dass die Treibstoffkosten je Tonne vom dritten Quartal 2026 bis zum dritten Quartal 2027 um 1 %, 8 %, 8 %, 7 % beziehungsweise 2 % steigen werden.

Selbst nach einem Ende des Konflikts dürften die weltweiten Reserven wieder aufgefüllt werden müssen, was die Rohölpreise auf erhöhtem Niveau halten könnte.

Für das dritte und vierte Quartal 2026 sowie das Geschäftsjahr 2027 werden zudem niedrigere Umsätze pro Passagier erwartet. Analysen zeigen, dass die von Carnival beworbenen Preise bereits seit mehreren Monaten hinterherhinken.

Die schwächere Preisentwicklung könnte teilweise durch eine höhere Auslastung ausgeglichen werden, da Carnivals Preis-Leistungs-Angebot bei Verbrauchern weiterhin gut ankommt.Top of Form

So könnten sich die CCL-Zahlen auf die Aktie auswirken

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Die Carnival-Aktie notiert weiterhin über ihrer seit Juli 2022 bestehenden Aufwärtstrendlinie. Nachdem der Kurs im Februar dieses Jahres bei 33 US-Dollar auf Widerstand gestoßen war, ging es deutlich nach unten. Dabei fiel die Aktie unter den 50- und 200-Tage-EMA und testet nun die steigende Trendlinie im Bereich von 21 US-Dollar.

Unterstützt durch das negative Momentum könnten die Verkäufer versuchen, diese Unterstützung zu durchbrechen. In diesem Fall würde das Tief vom 25. April bei 15 US-Dollar in den Fokus rücken.

Für eine Erholung müsste die Aktie zunächst den EMA bei 23,52 US-Dollar und anschließend den 50-Tage-EMA bei 26,87 US-Dollar zurückerobern. Ein Anstieg darüber könnte den Blick wieder auf das Jahreshoch 2026 bei 33,20 US-Dollar richten.

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